Wichtige Währungen


Der Devisenhandel wird vom US-Dollar als Leitwährung dominiert. Dies bedeutet, dass der Markt für Währungspaare, die den Dollar beinhalten gemeinhin am meisten gehandelt werden und die höchste Liquidität aufweisen.

Währungen lassen sich in verschiedene Gruppen unterteilen:

Defensive Währungen

Sogenannt defensive Währungen ziehen in tendenziell unsicheren Marktlagen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Diese Währungen sind beispielsweise USD, JPY und CHF. Auch Rohstoffe wie die Edelmetalle Gold und Silber üben eine ähnliche Funktion aus. Zudem handelt es sich bei den jeweiligen Ländern dieser Währungen um Volkswirtschaften mit niedrigen Zinsraten. Hier decken sich Anleger mit Kapital ein, um in attraktiveren Märkten zu investieren.

• Zu den am meist gehandelten Währungspaaren innerhalb dieser Gruppe gehören die Paare USD/JPY und USD/CHF.

Europäische Währungen

Europäische Währungen wie das Britische Pfund (GBP) und der Euro (EUR) werden stark durch die europäische Wirtschaftsleistung beeinflusst. Seit einiger Zeit stehen diese Währungen im Mittelpunkt durch die Währungskrise mit Rettungs- und Sparprogrammen seitens der Regierungen. Diese Ereignisse bestimmen in starkem Maße die Stimmung am Währungsmarkt und die Erwartungen der Anleger.

• Zu den bedeutenden Währungspaaren innerhalb dieser Gruppe gehören EUR/USD und GBP/USD.

Währungen der rohstoffexportierenden Länder

Die Währungen der rohstoffexportierenden Länder sind besonders eng mit der Entwicklung der Rohstoffpreise verknüpft. Der kanadische Dollar (CAD) und die norwegische Krone (NOK) reagieren stark auf Schwankungen bei den Rohölpreisen und der Australische Dollar (AUD) und der neuseeländische Dollar (NZD) reagieren sensibel auf Kursbewegungen bei Metallen und Getreide. Der südafrikanische Rand (ZAR) dagegen wird besonders durch Preistrends bei Edelmetallen beeinflusst.

• Gängige Währungspaare innerhalb dieser Gruppe sind USD/CAD, AUD/USD, NZD/USD, USD/NOK und USD/ZAR.

Cross Rates

Währungspaare, die nicht den US-Dollar beinhalten werden als Cross Rates bezeichnet. Hierbei wird der Kurs des Paares durch das Verhältnis der beiden jeweiligen Währungen in Bezug auf den US-Dollar berechnet.

Meistgehandelte Cross Rates innerhalb wichtiger Regionen sind beispielsweise EUR/GBP, EUR/CHF und AUD/NZD. Bei dem Handel zwischen verschiedenen Regionen sind in erster Linie EUR/JPY und GBP/JPY zu nennen.

Die Währungen von Rohstoffexporteuren sind schließlich größeren wirtschaftlichen Trends ausgesetzt. Beispielsweise ist Australien ein großer Exporteur von Metallen und Getreide und ein großer Abnehmer dieser Güter wiederum ist China. Kanada führt in großem Umfang Rohöl und darüber hinaus Metalle und Getreide aus. Hauptabnehmer hierbei sind die USA. Somit spiegelt die Kursentwicklung des AUD/CAD mehr als nur das direkte Wechselspiel dieser beiden untereinander auch die wirtschaftliche Großwetterlage; also die Wirtschaftsbeziehungen Chinas gegenüber den USA zum Bespiel, wider.