Handeln Sie mit Hilfe von Charts
Handeln Sie direkt aus dem Chart heraus. Nutzen Sie die Analysezeichenwerkzeuge, um Trends im Auge zu behalten und den richtigen Moment für einen erfolgreichen Trade zu erwischen.
Die Next Generation Plattform bietet innovative Charts einschließlich einer Historie von bis zu fünf Jahren für jedes Produkt. Sie können zwischen Kerzencharts, Balkencharts (OHLC), Spread- und Liniencharts wählen und dann direkt aus Ihrem Chart heraus traden. Wenn Sie auf den ‚Kauf‘- oder ‚Verkaufspreis‘ klicken, öffnet sich ein Auftragsfenster und Sie können Ihre Stop-Loss- und Take-Profit-Vorgaben direkt im Chart ändern.
Unsere technischen Indikatoren, Indikatoren und Zeichenwerkzeuge unterstützen Sie bei der Analyse der Kursbewegungen und Trends in Ihren Charts, damit Sie fundierte Anlageentscheidungen treffen können. Nachfolgend einige der gebräuchlichsten Analysetechniken und -funktionen für den Handel direkt aus unseren innovativen Charts heraus.
Kerzencharts

Kerzencharts bieten mehr Informationen als ein bloßer Linienchart. Eine Kerze stellt einen spezifischen Zeitraum dar, zum Beispiel fünf Minuten, eine Stunde oder einen Tag. Jede Kerze zeigt vier wichtige Werte an: Eröffnungskurs, Schlusskurs, Höchstkurs und Tiefstkurs innerhalb der ausgewählten Periode.
Der farbige Kerzenkörper wird durch den Eröffnungs- und Schlusskurs eines bestimmten Instruments in einem bestimmten Zeitraum begrenzt. Wenn der Kurs gegenüber dem Schlusskurs der Vorperiode gestiegen ist, dann ist der Kerzenkörper grün gefärbt, ist er gefallen, dann ist die Kerze rot gefärbt.
Unterstützungs- und Widerstandszonen erkennen
Bewegen sich Kurse auffallend häufig bis zu bestimmten Höchst- und Tiefstkursen, um dort in die Gegenrichtung zu drehen, so werden diese Kurszonen als Widerstands- oder Unterstützungszonen bezeichnet. Eine Unterstützungszone ist ein Niveau unterhalb des aktuellen Kurses, bei dem eine starke Kaufnachfrage den Verkaufsdruck überwindet. Somit bedeutet das Erreichen der Unterstützungszone meist einen erneut steigenden Kurs. Die Widerstandszone ist erreicht, wenn die Kurse so weit steigen, dass starkes Verkaufsinteresse aufkommt und die Kaufnachfrage überwindet und somit der Kurs normalerweise wieder sinkt.
Durchstößt eine Kerze eine Widerstands- oder Unterstützungszone und schließt die Zeitperiode oberhalb der Widerstands- bzw. unterhalb der Unterstützungszone, wird dies als „Bruch“ bezeichnet, gelegentlich auch als „Ausbruch“ auf ein neues Hoch bzw. Tief. Solche Ausbrüche können von kurzfristigen heftigen Kursschwankungen begleitet sein.
Fibonacci-Retracements

Ein Fibonacci-Retracement ist ein technisches Analysewerkzeug, das eingesetzt wird, um anhand vergangener Trends die zukünftigen Unterstützungs- und Widerstandszonen auszutesten und vorherzusagen.
Wie interpretiert man ein Fibonacci-Retracement?
Zunächst wird ein vorheriger Trend für die Analyse identifiziert. Dann wird das Fibonacci-Retracement von dessen Höchst- und Tiefständen angetragen. Dabei werden drei strategisch wichtige Punkte angezeigt: die Retracement-Niveaus, d. h. die Korrekturniveaus um 61,8 %, 50 % und 38,2 %.
Diese Punkte repräsentieren potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, an denen sich Kauf- bzw. Verkaufschancen ergeben können.
Innerhalb eines starken Trends beläuft sich die Minimalkorrektur typischerweise auf etwa 38,2 %. Bei einem schwächeren Trend kann die Maximalkorrektur erreicht werden (ca. 62 %). Eine Korrektur um 100 % ist tendenziell ein wichtiges Unterstützungs- und Widerstandsniveau.
Einfacher Gleitender Durchschnitt (Simple Moving Average -SMA)

Der einfache gleitende Durchschnitt (SMA) ist eine Linie, die die Durchschnittspreise über eine bestimmte Zeitperiode verbindet. Er ermöglicht Rückschlüsse über die potenzielle zukünftige Richtung eines Trends.
Der am häufigsten genutzte Durchschnitt ist der einfache gleitende Durchschnitt (Simple Moving Average - SMA). Dieser Durchschnitt generiert eine Linie, die alle Durchschnittspreise über einen bestimmten Zeitraum miteinander verbindet, beispielsweise über 20 oder 50 Tage. Der SMA, wie auch alle anderen gleitenden Durchschnitte, ist ein Trendfolge-Indikator, der im Markt mit einem eindeutigen Trend die verlässlichsten Signale generiert.
Wie interpretiert man den SMA?
Beim SMA sind die Kauf- und Verkaufssignale einfach zu erkennen. Ein Kaufsignal entsteht, wenn die Kurse über den gleitenden Durchschnitt steigen und die Handelsperiode mit einem Kurs über dem SMA schließt. Wenn ein Kurs unter den SMA fällt und dort schließt, ergibt sich ein Verkaufssignal.
In einem Markt mit Aufwärtstrend kann der SMA als Unterstützungsniveau dienen, bei einem Abwärtstrend als Widerstandsniveau. Diese Bereiche können bei einer Fortsetzung des bestehenden Trends äußerst wichtig sein.
Moving Average Convergence Divergence (MACD)

Der MACD ist ein beliebter Indikator, der Kauf- und Verkaufssignale innerhalb des von Ihnen ausgewählten Zeitraums generiert, wenn sich die weißen und roten Linien schneiden.
Die weiße Linie im MACD wird MACD-Linie genannt und misst die Differenz zwischen zwei exponentiellen gleitenden Durchschnitten von Schlusskursen (für gewöhnlich die letzten 12 und 26 Perioden). Die langsamere rote Linie (auch Signallinie genannt) ist generell ein exponentiell gleitender Durchschnitt der MACD-Linie über 9 Perioden.
Wie interpretiert man den MACD?
Die tatsächlichen Kauf- und Verkaufssignale sind gegeben, wenn sich die beiden Linien schneiden. Ein Kaufsignal entsteht, wenn die weiße MACD-Linie die langsamere Signallinie von unten schneidet (wenn das rote Band schneidet und weiß wird). Fällt die schnellere weiße MACD-Linie unter die langsamere Signallinie (wenn das weiße Band schneidet und rot wird), ist dies ein Verkaufssignal. Der MACD misst zudem Bewegungen ober- und unterhalb der Nulllinie und gibt somit weitere Informationen über Kurstrends. Ein Wertpapier gilt als überkauft, wenn beide Linien zu weit über die Nulllinie steigen. Eine Kursumkehr auf ein normales Niveau ist in Kürze zu erwarten. Dementsprechend herrscht eine überverkaufte Situation, wenn sich die Linien zu weit unterhalb der Nulllinie befinden.
Die besten Kaufsignale sind nach Analystenmeinung dann gegeben, wenn die Kurse weit unter derhalb der Nulllinie sind (überverkaufte Situation) und die weiße MACD-Linie die rote Signallinie von unten nach oben .
Die blau und orange gefärbten Flächen des MACD zeigen die Trendstärke an. Eine zunehmende blaue Fläche weist auf einen sich beschleunigenden Aufwärtstrend hin, während eine abnehmende blaue Fläche auf einen sich abschwächenden Aufwärtstrend deutet. Im umgekehrten Fall gilt: Eine zunehmende orangene Fläche kennzeichnet einen sich verschärfenden Abwärtstrend, wohingegen eine abnehmende orangene Fläche einen sich abschwächenden Abwärtstrend signalisiert. Wenn das Histogramm die Nulllinie passiert, wechselt es die Farbe, um anzuzeigen, dass gerade eine MACD-Kreuzung stattgefunden hat.
Relativer Stärke Index (RSI)

Der RSI ist ein Indikator, der Kauf- und Verkaufssignale generiert, wenn er die weiße Linie durchbricht und dann erneut über die blaue oder orangene Linien kreuzt.
Der RSI ist ein Wert, der sich zwischen 0 und 100 % bewegt. Horizontale Linien bei 30 und 70 % begrenzen den überverkauften und den überkauften Bereich.
Wie interpretiert man den RSI?
Der Bereich unterhalb von 30 % im RSI deutet auf einen überverkauften Zustand eines Instruments hin und der Bereich über der Markierung von 70 % innerhalb des RSI kennzeichnet einen überkauften Zustand. In diesen beiden Bereichen werden Kauf- und Verkaufssignale generiert.
Beide Bereiche sollten als Gefahrzonen betrachtet werden. Wenn sich der RSI in diese Bereiche begibt, kann das möglicherweise eine Kursumkehr ankündigen.
Ein Kaufsignal ist nach Analystenmeinung gegeben, wenn der RSI aus dem überverkauften Bereich kommend über die 30%-Linie ansteigt (gekennzeichnet durch die orangene Schattierung). Entsprechend gilt es im umgekehrten Fall als Verkaufssignal, wenn der RSI aus dem überkauften Bereich kommend unter die 70%-Linie fällt (gekennzeichnet durch die blaue Schattierung).
Der RSI erweist sich als zuverlässigerer Indikator bei seitwärts laufenden Märkten. In Trendmärkten generiert er vermehrt Fehlsignale und wird meist von den Analysten ignoriert.
Slow Stochastic

Slow Stochastic ist ein Indikator, der die Schlusskurse eines Instruments mit dessen Höchstkursen innerhalb eines bestimmten Zeitraums vergleicht, um mögliche Preisumkehren zu prognostizieren.
Die Slow Stochastic ist ein Indikator mit Werten zwischen 0 und 100 %, die auf einer vertikalen Skala abgetragen werden. Eine horizontale Linie bei 80 % begrenzt den darüber liegenden überkauften Bereich, eine zweite horizontale Linie bei 20 % begrenzt den darunter befindlichen überverkauften Bereich.
Wie interpretiert man die Slow Stochastik?
Der Bereich unterhalb der Marke von 20 % wird als überverkaufte Zone bezeichnet, der Bereich oberhalb von 80 % als überkaufte Zone. Für Kauf- und Verkaufssignale sind beide Zonen wichtig.
Beide Zonen sollten als Gefahrzonen betrachtet werden. Bewegen sich die beiden Linien des Indikators innerhalb dieser Extremzonen, kann dies auf eine möglicherweise bevorstehende Kursumkehr hindeuten.
Ein Kaufsignal wird nach Analystenmeinung generiert, wenn die Indikatorlinien unterhalb der 20%-Linie verlaufen, die schnellere Stochastik-Linie ihren gleitenden Durchschnitt schneidet und beide über das Niveau von 20% steigen (gekennzeichnet durch die orangene Schattierung). Ein Verkaufssignal ist gegeben, wenn die Indikatorlinien oberhalb der 80%-Linie verlaufen, die schnellere Stochastik-Linie ihren gleitenden Durchschnitt schneidet und beide unter das Niveau von 20% fallen (gekennzeichnet durch die blaue Schattierung).
Auch die Slow Stochastic eignet sich besser für Seitwärtsmärkte. In Märkten mit einem eindeutigen Trend produziert dieser Oszillator vermehrt Fehlsignale und wird daher von den meisten Analysten ignoriert.
